25 Jahre Schmidmühlen
Die Rennen sind vorbei, die Freundschaft aber hält
Ein Stoppelfeldrennen 1984 legte den Grundstein für die Freundschaft zwischen den Motorsportclubs Schmidmühlen und Fahrendorf.
„Käferinvasion“ in Schmidmühlen! Der Grund ist aber ganz einfach zu erklären: Seit einem viertel Jahrhundert verbindet die Mitglieder des Motorsportclubs Schmidmühlen eine lebendige Freundschaft mit dem Automobilclub aus Fahrendorf bei Bremen. „Aus den vielen Stoppelfeldrennen mit Fahrzeugen der Marke Eigenbau von damals sind Freundschaften entstanden, die bis heute gehalten haben“, erzählen der langjährige Vorsitzende der Schmidmühlener Motorsportfreunde, Peter Walbert, und „Wirtsmann“ August Eckmeder beim Ehrenabend im Gasthof Lindenhof.
Angefangen hatte alles im Jahr 1984 mit einem Telefonanruf von Klaus Pingel vom Fahrendorfer Automobilclub (FAC) bei Peter Walbert. Er erkundigte sich nach einem über den NAVC ausgeschriebenen Stoppelfeldrennen des Motorsportclubs. „Wo liegt Schmidmühlen denn überhaupt? Wie müssen wir da fahren, dass wir zu euch kommen?“, wollte Pingel wissen. Und er versprach gleich, mit etwa 40 Mitgliedern und neun Fahrzeugen in die Oberpfalz zum Stoppelfeldrennen zu reisen.
„Die Fahrendorfer haben ihr Wort gehalten und sind mit einer großen Abordnung nach Schmidmühlen zu unserem Rennen gekommen“, erinnern sich Peter Walbert und der damalige Rennsportleiter Josef Edenharter noch genau. „Der Parkplatz beim Gasthof Lindenhof musste für ein Fahrerlager herhalten, weil wir nicht an diese riesige Beteiligung geglaubt hatten.“
Da gab es dann heiße Rennen auf den frisch abgeernteten Getreidefeldern bei Eglsee und Brunnhof. „Die Fahrendorfer waren in den 80er Jahren so stark, dass sie bei uns mehr als die Hälfte der Pokale gewonnen haben“, erzählt Walbert. „Es war furchtbar staubig auf den Äckern, aber es hat allen Spaß gemacht, auch wenn die Vorbereitungen und die rechtlichen Dinge schon damals einen Riesenaufwand für uns bedeutet haben.“
In den folgenden Jahren gab es Gegenbesuche in Fahrendorf und Teilnahmen an den Stoppelfeldrennen an der Nordseeküste. „Die Kontakte sind so gut gelaufen, als ob unsere beiden Orte nur ein paar Kilometer auseinander liegen würden“, sagt Walbert. Tatsächlich aber sind es etwa 700 Kilometer, die zwischen Schmidmühlen und Fahrendorf liegen. Erst kürzlich war „Wirtsmann“ August Eckmeder zu Besuch in Norddeutschland und hatte die Vorbereitungen für das 25-jährige Bestehen der Motorsportfreundschaft fest gezurrt.
Jetzt ist es beim Motorsportclub in Schmidmühlen ruhiger geworden. Die Teilnahme am Marktfest gehört immer zur Tradition des Vereins. Die Fahrer des MSC sind aber mittlerweile bei Stoppelfeldrennen nicht mehr so aktiv, denn ein eigenes Rennen zu organisieren sei mit einem riesigen Aufwand verbunden, sagt Walbert. Geblieben sind die Erinnerungen an die staubigen Zweikämpfe bei Rennen in Schmidmühlen, in Berg, in Reichertshofen und in Fahrendorf mit vielen Pokalen und Urkunden.
„Die Fahrendorfer sind in der Oberpfalz immer gern gesehene Gäste“, würdigte von Seiten der Marktgemeinde Bürgermeister Peter Braun die nunmehr 25-jährige Freundschaft zwischen den Motorsportclubs. Sein Dank galt den Vertretern der beiden Vereine für ihr kameradschaftliches Engagement sowie den Wirtsleuten Emma und August Eckmeder für ihre Gastfreundschaft.
Zum nächsten Besuch haben sich die Fahrendorfer bereits wieder angemeldet, nämlich zu den Ende Oktober beginnenden Wildwochen in Schmidmühlen. Da gehören sie längst auch zu den Stammgästen. (abp)
Quelle: Mittelbayrische Zeitung
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